Und siehe, es ward Apfelkuchen

Und siehe, es ward Apfelkuchen
Und siehe, es ward Apfelkuchen

Als bekennender Süßschnabel habe ich mir natürlich gleich ein Exemplar des rtv-Backbuches gesichert, das es jetzt bei der BZ zu erwerben gibt. Gerade, wenn es draußen ungemütlicher wird, soll es ja innendrin umso gemütlicher sein. Und zwar nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Magen.
Also flugs die Rezepte durchgeblättert! Und an einem bin ich gleich hängen geblieben, nämlich an „Der Welt simpelster Apfelkuchen“. Das klang schon mal vielversprechend, denn Kleingebäck und Kekse kann ich schon, beim Kuchen bin ich aber über einen schlichten Nusskuchen noch nicht hinausgekommen. Und da ich abgedrehte Rezepte liebe, las sich der angepriesene Apfelkuchen besonders interessant, denn er wird ohne die üblichen Bindemittel wie Ei oder Milch gebacken. Hä?
Auch der Chef, der beim Zubereiten fleißig assistierte, wunderte sich. „Man kann doch aus Staub keinen Kuchen backen, das wird doch nix!“ war er überzeugt. Zugegeben, skeptisch war ich auch. Allein der Saft aus den gerieben Äpfeln soll das Ganze abbinden? Na gut, es kommt auch noch eine äußerst reichliche Portion Butter obendrauf, wenn die in den ganzen Kladderadatsch einsickert, mag da wohl ein leckeres Gebäck bei rauskommen… Und es kam!
Das ist tatsächlich der simpelste und zugleich leckerste Apfelkuchen, den ich je gegessen habe. Man saut sich die Küche nicht so ein, weil man kein Rührgerät braucht, er ist ruckzuck im Ofen ohne lange Vorbereitung und allein der Duft, der nach einer Weile durch die Wohnung zieht, ist himmlisch und erinnert dezent an Weihnachten. Oder aber ich habe es schlicht mit dem Zimt übertrieben. Auf jeden Fall ist es ein Rezept, welches fest in mein bislang recht überschaubares Back-Repertoire aufgenommen werden wird.
Und falls Sie es nachbacken möchten, liebe Leser, hier noch ein kleiner Tipp: Wenn man den fertigen Kuchen über Nacht stehen lässt, zieht er richtig schön durch und schmeckt noch besser. Wenn man es denn schafft, ihn so lange vor hungrigen Langfingern zu verstecken, ich jedenfalls hatte da meine liebe Mühe mit.

Guten Appetit und fröhliches Adventsbacken wünscht Ihnen
Ihre Gertrud

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