Das ist der Gipfel.

Herrschaften, man kann ja gar nicht so viel fressen, wie man derzeit k*tzen möchte, oder? Der lang und breit angekündigte Diesel-Gipfel, der ja von vornherein eine Farce war, da die Autohersteller bereits am Vortag die „Lösung“ in den Medien präsentierten, ist soeben zu Ende gegangen. Und mit ihm die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik.

Die Hersteller haben sich darauf geeinigt, dass ein Software-Update ausreicht. Zähneknirschend übernehmen sie dafür auch die (lächerlichen) Kosten. Und die Genossen um Dieselbrindt, pardon, Dobrindt, winken das alles einfach so durch, als wären die jährlich zu Tausenden durch Abgase wegsterbenden Wähler ihnen vollkommen egal. Vermutlich sind sie das sogar, solange nur die Millionen direkten und indirekten Angestellten der großen deutschen Autobauer weiterhin an der Wahlurne die richtigen Kreuze machen. Und solange die Parteispenden fließen. Und zwar in die Kassen aller Couleur, auch der Grünlichen, wie man sehr schön an BaWüs Kretschmann sieht, der immer stramm vorneweg geht, wenn es gilt, die Industrie im Ländle zu beschützen. Der fährt nämlich aus diesem Grund auch ein Auto mit Stern statt etwas Umweltfreundliches, das ginge ja seiner Meinung nach nicht als Ministerpräsi in Mercedesland, wie er auf Nachfrage in einer Pressekonferenz sagte.

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Es is net so, dass i mi nit a für Kultur interessier

Wie Sie wissen, liebe Leser, ist Ihre Gertrud ja grundsätzlich für jeden Scheiß zu haben. Aber Volksmusik? Der Chef pries mir seinen geliebten Hubert von Goisern in den schillerndsten Farben an, über viele Jahre hinweg. Meine Skepsis blieb. Akkordeon und Jodeln? Und dann heißt er auch noch Hubert, was soll da schon bei rauskommen? Immerhin komme ich aus der Rockmusik, habe jahrelang Bass gespielt in einer *richtigen* Band. Da kann man mir doch bitte nicht mit einem jodelnden Österreicher kommen.
Irgendwann hatte der Chef die Nase voll und zwang mich regelrecht, mir ein Konzert im Fernsehen anzuschauen. „Das musst du jetzt machen, damit deine Vorurteile mal abgebaut werden!“ Und wer bin ich, ihm zu widersprechen? Also setzte ich mich – ehe er mich fesseln konnte – brav aufs Sofa, rollte hingebungsvoll mit den Augen, nahm mein Strickzeug und ließ es über mich ergehen.
Anfangs.
Doch schon nach wenigen Minuten stellte ich fest, dass es sich beim Herrn von Goisern um einen grandiosen, virtuosen Musiker handelte. Und bei seinen Bandkollegen ebenfalls. So schlecht war das alles gar nicht. Doch da waren sie wieder, meine zwei Probleme: Ich verstand kein Wort und der Mann spielte ein verdammtes Akkordeon!

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